KLINIK und DIAGNOSE


Endoskopie eines GIST im Magencorpus


GIST im Magencorpus nach Kappenbiopsie


GIST im hochgezogenen Magen nach Akijama OP
Die klinische Präsentation hängt in erster Linie von der Größe und Lokalisation im Körper ab.
Ungefähr 50%-70% aller GIST´s entstehen im Magen, 20%-30% im Dünndarm und 5%-15% im Dickdarm. Auch seltenere Lokalisationen kommen vor (5%).
Etwa ein Drittel der Fälle werden zufällig entdeckt, z. B. bei Routineuntersuchungen, insbesondere bei Magen- Darmspiegelungen, im Rahmen von bildgebenden Untersuchungen (Ultraschall, Computertomographie) oder im Rahmen von chirurgischen Eingriffen. Große Tumore können aufgrund ihrer Masse und des daraus resultierenden Verdrängungseffektes zunächst zu abdominellen Druck- und Völlegefühl führen. Begleitend finden sich oft Anämie, Verschlechterung des Allgemeinzustandes, Übelkeit- und Erbrechen etc.
Ein lebensbedrohliches Symptom, das bei etwa 20% der Fälle auftritt, ist die gastrointestinale Blutung. GISTs metastasieren gewöhnlich in die Leber und in das Peritoneum. Dagegen sind Lungen und Knochenmetastasen selten und Lymphknotenmetastasen eine Rarität und bevorzugt bei jungen Patienten zu beobachten.
Es gibt derzeit keine laborchemischen Untersuchungen durch die sich die Diagnose GIST bestätigen oder ausschließen lässt. Die Mehrzahl der GIST´s ist allerdings einer endoskopischen Untersuchung zugänglich. Einen wesentlichen Beitrag zur Tumordiagnose liefern bildgebende Verfahren wie Sonographie und Computertomographie. Letztere kann fakultativ auch in Kombination mit einer Positronenemissionstomographie (PET) eingesetzt werden. Grundsätzlich gibt es für die PET Untersuchung keine diagnostische Empfehlung, sie kann allerdings als Ausgangsbefund zur funktionellen Verlaufsbeurteilung im Fall einer systemischen Therapie wertvolle Hinweise für den Therapieerfolg liefern.
Die Gewinnung einer Histologie ist allerdings für die Diagnostik unumgänglich, da ohne den immunhistochemischen Nachweis von CD117 bzw. der Überexpression von PDGFRA in Kit-negativen Tumoren in Zusammenhang mit der Histologie eines Stromatumors die Diagnose eines GIST nicht gestellt werden kann.Literatur
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